Die „German Model Masters 2009“ – ein Resümee von Christian Wild 

Vom 23.-24.05.09 fand in Nürnberg zum 11. Mal die GMM statt. 
Da die Truppe von „dmmb“ und „Marinewerft.de“ mit elf Leuten als Aussteller teilnahm, möchte ich an dieser Stelle meinen Eindruck der diesjährigen Messe dem interessierten Besucher dieser Seite mitteilen. 

Der Messestandort: 
Die Örtlichkeit ist generell sehr gut gewählt, da man von der Autobahnausfahrt Nürnberg /Fischbach schnell am Ausstellungsort ist. Prinzipiell hat man als Aussteller auch gute Karten was das Thema Parkplatz betrifft, wenn am Wochenende der Ausstellung nicht gerade ein Fußballspiel stattfindet, aber zu diesem Thema später mehr. 

Die Ausstellungsflächen: 
Die Ausstellungsflächen werden den einzelnen Vereinen vom Veranstalter zugewiesen, was logisch ist. Was nicht logisch scheint, ist die anscheinend willkürliche Platzzuteilung. Die Aufstellung der Biertische (die als Ausstellungsfläche dienen) scheint auf dem ersten Blick in Ordnung zu sein, aber nur solange man nicht zwischen die Tische muß, was aber als Aussteller natürlich nötig ist. Wenn man eine so große Truppe wie die unsere ist, wird es so eng, daß man sich nicht mehr rühren kann. Dazu kommt, daß noch einige Stühle dazwischen sind sowie das eigene Gepäck wie Transportkisten, Getränke sowie die evtl. gekauften Bausätze. Eigentlich ist die Bewegungsfreiheit unzumutbar eng was dem Veranstalter aber anscheinend nicht bewusst ist. Die Halle kann man von der Rückseite betreten was für die Aussteller sehr praktisch ist da man die Ausstellungsstücke hier gut rein und raus befördern kann. Es gibt auch einige Transportwägelchen wie man sie von Wäschereien her kennt. Super Sache eigentlich könnte man denken, wenn man denn einen bekommen würde. Das es aber so ist. daß einzelne Händler oder auch Aussteller diese Wagen für sich requirieren, ihre Ware damit reinschieben und diese gleich darauf liegen lassen. Von den Anderen wird erwartet, dass die Sachen gefälligst getragen werden. Hier besteht unserer Meinung nach eindeutig Verbesserungsbedarf! 

Der Aufbau: 
Die Zeit für den Aufbau ist großzügig bemessen, da man auch schon am Vortag die Möglichkeit dafür hat. Allerdings muß man dann natürlich auch eine zusätzliche Übernachtung einplanen. 

Der Kiosk: 
Was als sehr gut gefunden wurde ist der Kiosk. Die Auswahl an Speisen und Getränken ist sehr groß und die Preise nicht zu teuer. Das Personal ist sehr freundlich und hilfsbereit und niemand muß lange auf sein bestelltes Essen warten. Toiletten sind in ausreichender Zahl vorhanden und normalerweise auch einfach zu erreichen. Bei der diesjährigen Messe gab es aber hier ein paar Probleme. Auch dazu weiter unten mehr. 

Die Ausstellung: 
Viele Besucher sind der Meinung, daß die Ausstellung an sich in der Qualität nachgelassen hat. (Ich teile diese Meinung) Einen Grund dafür liefern viele Aussteller selber: Was voriges Jahr und vor zwei Jahren gut und schön war ist auch dieses Jahr gut und schön ausgestellt. Der Besucher wird hier meiner Meinung nach ein bisschen für dumm verkauft. Wenn ich auf eine Messe gehe möchte ich neues sehen und nicht das was im vorigen Jahr ausgestellt wurde. Es waren Modelle dabei, die ich schon vor drei Jahren auf der GMM gesehen habe. Man merkte auch an der Anzahl der Besucher was Sache war. Es kann natürlich auch eine Rolle gespielt haben, daß am Sonntag ein Fußballspiel stattgefunden hat, das im Stadion nebenan stattgefunden hat. Dieses Fußballspiel war nämlich auch der Grund für die fehlenden Parkplätze. Diese gehören nämlich dem Nürnberger Club, der die Parkplätze natürlich für sich verwenden wollte. 
Die einzige Änderung in der Ausstattung der Halle zum Vorjahr war ein roter Teppich mit dem diese ausgelegt war. Der Teppich war von einer Sparkassenveranstaltung liegen geblieben.

 

Die Toiletten:
Die Toiletten sind normalerweise von der Halle aus durch die Umkleideräume zu erreichen, was an sich eine praktische Sache ist. Leider war es diesmal aber so, daß man durch den Kassenbereich hinaus musste, weil die Umkleideräume gesperrt waren. Dadurch war ein Umweg durch das starke Gedränge im Eingangsbereich nötig. Viele Leute waren deshalb äußerst ungehalten. Je später der Sonntag wurde desto dreckiger wurden die Toiletten. Gegen 16:00 Uhr konnte man diese so gut wie nicht mehr benutzen, weil sie total verschmutzt waren. Man hatte auch keine Möglichkeit mehr seine Hände mit Seife zu waschen weil die Spender bis zum letzten Tropfen leer waren. Es war auch niemand mehr zu sehen der sich dafür zuständig fühlte. So etwas darf meiner Meinung nach nicht passieren! 

Der Wettbewerb: 
Ich habe mit ettlichen Modellbauern über den Wettbewerb gesprochen und viele meinten, daß sie keinen Sinn darin sehen, hier mitzumachen weil ja sowieso immer die gleichen gewinnen! Die Qualität der gezeigten Wettbewerbsmodelle ist natürlich schon sehr hoch, da hat man es logischer Weise nicht leicht. Als ich an der Bühne stand um Fotos zu machen fragte mich jemand von der Presse: „Wie kann es sein das ein Modellbauer so gut ist das er gleich in 5 oder 6 verschiedenen Disziplinen die Goldmedaille holt?“ Die Antwort darauf ist allerdings offen 

Die Händler: 
Es waren natürlich auch viele Händler vor Ort bei denen man Einkaufen kann. Um aber ein Schnäppchen zu machen mußte man schon sehr viel Zeit und Geduld aufbringen. Auch die Arroganz einzelner Händler ist verblüffend. Lieber Gar nichts verkaufen als einen Euro vom Preis runter gehen. Noch dazu in einer Tonart die mit Sicherheit nicht dazu dient dem Kunden auch im Internet wieder zu begegnen. Die meisten Händler sind aber durchwegs sehr nett und Vereine bekommen von vielen einige Prozente auf den Einkauf. Auch hier ist es wohl so, daß einige wenige die anderen mit in Verruf bringen. Eigentlich schade! 
Händler die die neuesten Bausätze vorrätig haben, wollten sich damit eine goldene Nase verdienen. Die Preise sind hier stark erhöht. Wenn man im Internet bestellt und die Versandkosten dazurechnet kommt man mit Sicherheit nicht teurer. Auch eine nette Idee ist es die Preise bei alten Tamiyabausätzen auf 30 bis 35 Euro hochzurechnen und anschließend ein großes Schild hinzuhängen: „Auf alle Tamiyabausätze 20% Rabatt“. Auch hier wird meiner Meinung nach der Kunde für dumm angesehen. Ein positiver Aspekt sind eindeutig die Stände mit Resinzurüstteilen oder Bausätzen die man im Internet u.U. nur sehr schlecht bekommt weil sie die meisten Zeit nicht lieferbar sind. Auch der Stand von „Aber“ muß hier als positiv gewertet werden. Hier konnte man im wahrsten Sinne „Tonnenweise“ Ätzteile erwerben. Auch die Freundlichkeit war hier ausnehmend gut und wenn man ab ca. 20 Euro eingekauft hat bekam man noch ein paar Prozente nachgelassen. 

Die Sicherheit: 
Es sind einige Personen auf der Messe die von der Messeleitung eingesetzt werden um für einen reibungslosen Ablauf zu sorgen. Diese waren an einem blauen Shirt erkennbar. Diese Personen waren alle sehr nett und hilfsbereit wenn man mal ein Problem hatte. Das gleiche möchte ich über den Veranstalter Herr Murr sagen der sich bei Problemen auch selbst die Zeit nahm um jedem zu helfen. 
Unter anderem war auch einer dieser Mitarbeiter auf der Rückseite der Halle eingesetzt wo die Händler und Aussteller ihre Sachen in die Halle brachten. Logischer Weise braucht man dann auch einen speziellen Ausweis um in eben diese Halle zu gelangen. Sollte man zumindest meinen! Tatsache ist aber das man ab ca. 09:00 Uhr in die Halle gelassen wird ohne das in irgendeiner Art eine Kontrolle durchgeführt wird. Als einer unserer Truppe der erst am Sonntag anreiste vor uns an der Halle war ging er einfach an dem dort stationierten Mitarbeiter vorbei ohne von diesem angeredet oder angehalten zu werden. Dieses Mitglied hatte auch noch gar keinen Ausweis für die Ausstellung. Die Möglichkeiten die dadurch entstehen will ich hier nicht aufzählen sondern jedem freistellen seine Fantasie zu gebrauchen. 

Der Abbau: 
Der Abbau der Stände ging genau so von statten wie der Aufbau. Dazu brauche ich nicht mehr zu sagen. Allerdings sollte man auf keinen Fall seinen „Müllschein“ verlieren für den man am Beginn 10 Euro Pfand hinterlegt hat um zu gewährleisten das der Stand sauber hinterlassen wird. Sollte es passieren, daß man diesen Schein verliert, bekommt man natürlich die 10 Euro auch nicht mehr. Der Stand wird aber dann auch nicht mehr auf Sauberkeit geprüft. 

Schlußwort: 
Ich möchte nicht das hier der Eindruck entsteht, daß ich gegen die German Model Masters wettere. Ich möchte nur meinen eigenen Eindruck und den von einigen anderen Personen die auf der GMM waren wiederspiegeln. 
Im Endeffekt ist die GMM eine interessante Messe um Kontakte zu knüpfen, nette Gespräche zu führen und für zwei Tage unter Gleichgesinnten zu sein. Die Zeit die wir als Forumsmitglieder mit einem eigenen Stand dort verbracht haben möchte ich nicht missen. Es war schön und informativ für jeden von uns. Wenn die Möglichkeit besteht werden wir auch nächstes Jahr wieder mit einem Stand dort vertreten sein.

Das Team von "dmmb" auf der GMM 2009

Vorne von links nach rechts: PapaSchlumpf, Henry76, Andreas71, Helios, Lupus. Hinten von links nach rechts: Winni, kaewwantha, MoeLDERS, Schwalbe, Zitadelle, Aufklärer.

So sieht ein Sieger aus!

Unser Forumsmitglied und Inhaber unseres Partnerforums "marinewerft.de" Alexander Glass hat mit seiner "HMS Hood" die Silbermedaille in der Kategorie "Schiffsmodelle" gewonnen! 

Wir freuen uns riesig darüber und gratulieren unserem "Mölle" herzlichst zu diesem Preis! 

 

 

Und hier das Siegermodell:

Das Video zur Preisverleihung.

ein paar Bilder vom Stand, sowie ein kurzes Video vom Aufbau

Militär am Boden,

Dioramen, Vignetten und Einzelmodelle (83 Bilder)

Zum selben Thema ein paar Videos.

 

Teil 1

Teil 2

Teil 3

militärische Fliegerei

Dioramen und Einzelmodelle (50 Bilder)

dazu noch ein Video

Marine

Dioramen und Einzelmodelle (22 Bilder)

leider nur ein kurzes Video

Zivile Dioramen (38 Bilder)

ein paar zivile Fotos und welche aus dem Fantasy/Science Fiction Bereich

(10 Bilder)

ein Video von den ausgestellten Figuren

ein kurzes Video zu den sonstige Modellbauthemen

Alexanders (Mölders) Rostmethode war eine gefragtes Thema bei uns am Stand.